Luke Littler sicherte sich vor 12.000 Fans in der Uber Arena in Berlin den Tagessieg an Spieltag 8 der BetMGM Premier League gegen Michael van Gerwen und übernahm damit die Tabellenführung. Dazwischen: ein historischer Average, zwei 170er-Finishes und ein Abend, der in der deutschen Darts-Geschichte einen besonderen Platz einnimmt.
Eine Premiere: Brzezinski leitet durch den Abend
Der Abend bot bereits eine Besonderheit, ehe der erste Dart in der Uber Arena geworfen wurde. Philip Brzezinski war der erste Deutsche, der bei einem Premier-League-Abend die Rolle des Master of Ceremonies übernahm. Der 32-Jährige repräsentiert die European Tour seit vielen Jahren bei der PDC Europe. Nun stand er zum ersten Mal auf der größten wöchentlichen Darts-Bühne der Welt und leitete 12.000 Berliner Fans durch einen historischen Abend.
Rock bricht den Bann
Für das erste sportliche Ausrufezeichen des Abends sorgte Josh Rock. Der Nordire, der nach sieben Spieltagen noch ohne einen einzigen Punkt am Ende der Tabelle stand, traf im Viertelfinale auf Tabellenführer Jonny Clayton und bezwang „The Ferret“ mit 6:3. Es war das erste Premier-League-Spiel, das Rock in seiner Karriere gewinnen konnte. Die Erleichterung war ihm nach der Partie anzusehen. Im Halbfinale wartete jedoch Michael van Gerwen. Dort ließ MvG Rock keine Verschnaufpause und gewann mit 6:3.
van Veen kehrt zurück
Gian van Veen kehrte nach seiner krankheitsbedingten Absage in Dublin auf die Premier-League-Bühne zurück. Der WM-Finalist hatte noch mit den Nachwirkungen zu kämpfen und verlor gegen Gerwyn Price mit 1:6.
Littler dominiert mit Berliner Rekord
Luke Littler ließ Stephen Bunting im Viertelfinale erneut keine Chance. Es war ein déjà-vu aus der Vorwoche: Bunting spielte nach 104.10 Punkten in Dublin diesmal sogar einen Average von 107.47 Punkten – und gewann dennoch nur drei Legs.
Im Halbfinale gegen Gerwyn Price steigerte sich „The Nuke“ noch einmal. Mit einem Average von 108.58 Punkten spielte er den höchsten Average, der jemals in einem Premier-League-Spiel in Berlin erzielt wurde. Das Ergebnis: 6:4 für den Weltmeister.
Der doppelte Big Fish
Im Finale wartete Michael van Gerwen, der Luke Humphries und Josh Rock jeweils mit 6:3 aus dem Turnier nahm. Doch Luke Littler war an diesem Abend eine Nummer zu groß. Zweimal nahm der Weltmeister die 170 aus dem Spiel, die zweite zum Spieltagssieg von 6:4.
Tagessieger, neuer Tabellenführer, Berliner Rekordhalter. Luke Littler war mit dem Abend in Berlin sichtlich zufrieden:
„Deutschland hat heute Spaß gemacht. Ich habe sehr gut gespielt, und die Fans waren zeitweise auf meiner Seite.“