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GSOD Tag 1: Dimitri Van den Bergh tanzt zum neuen Grand Slam Rekord-Average

November 17, 2020 ,
Dimitri Van den Bergh mit enttäuschtem Gesichtsausdruck hält eine offene Wasserflasche und zeigt mit der anderen Hand einen Daumen nach oben

Am Montag fiel in der Ricoh Arena in Coventry der Startschuss zur 14. Auflage des Boyle Sports Grand Slam of Darts. Zum ersten Mal überhaupt findet das Event aufgrund der aktuellen Situation nicht in Wolverhampton statt, sondern ohne Live-Publikum in Coventry. Fünf verschiedene Champions konnten sich den Grand Slam Titel bisher sichern: Rekordweltmeister Phil „The Power“ Taylor nahm die Trophäe ganze sechs Mal mit nach Hause, Michael van Gerwen drei Mal, sowie Raymond van Barneveld und Scott Waites je ein Mal. In diesem Jahr geht der „Iceman“ Gerwyn Price als Titelverteidiger ins Rennen, der die letzten beiden Austragungen des Grand Slam gewinnen konnte. In acht Gruppen á vier Spielern wird bis einschließlich Donnerstag zunächst eine Gruppenphase gespielt. Die beiden topplatzierten Spieler pro Gruppe qualifizieren sich dann für das Achtelfinale.

Bereits in der Nachmittagssession gab es für die TV-Zuschauer Historisches zu bestaunen, als Dimitri Van den Bergh einen neuen Rekord-Average für den Grand Slam of Darts aufstellte. Bei seinem 5:1-Sieg über Ricky Evans erzielte der aktuelle World Matchplay Champion 114.85 Punkte im Schnitt und war somit exakt 0.2 Punkte besser als Phil Taylor der den bisherigen Rekord vor sechs Jahren aufgestellt hatte.
„Das überrascht mich total, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Beim Warmwerfen hatte ich mich gar nicht so gut gefühlt, aber natürlich freue ich mich sehr über den Rekord“, so der junge Belgier nach dem Match.

Freuen konnte sich auch Gabriel Clemens, der mit einem souveränen 5:2-Sieg über Joe Cullen in den Grand Slam gestartet ist. Der Saarländer verpasste mit 99.91 Punkten nur haarscharf einen Average von über 100 Punkten und konnte speziell beim Treffen der Doppelfelder überzeugen. Die Doppelquote von über 60% zog Cullen, der selbst auch eine sehr anständige Partie spielte, früh den Zahn.

Titelverteidiger Gerwyn Price kam in seiner Auftaktpartie mit zwei blauen Augen davon! Der Iceman tat sich gegen die BDO Damenweltmeisterin Mikuru Suzuki aus Japan sehr schwer und fand zu keinem Zeitpunkt zu seinem Spiel. Dies lag auch daran, dass die 38-Jährige ihm in wichtigen Momenten immer wieder wehtat, unter anderem mit Finishes von 135 und 116. Im entscheidenden Leg vergab „Miracle“ dann vier Matchdarts zur Sensation, bevor Price sich das 5:4 sichern konnte.
„Ich habe furchtbar gespielt, so einfach ist das. Sie hat die Chancen, die ich liegen lassen habe, gut genutzt“, sagte Gerwyn Price selbstkritisch.

Zwei weitere Spiele der Abendsession fanden ihre Entscheidung erst im entscheidenden neunten Leg. Krzysztof Ratajski und José de Sousa lieferten sich ein packendes Match und auch das letzte Leg, in dem gleich drei 180er fielen, war keine Ausnahme. De Sousas zwei Maxima waren dann genug um den Polen mit 5:4 niederzuringen.

Eine kleine Überraschung gelang Dirk van Duijvenbode, der Weltmeister Peter Wright ebenfalls mit 5:4 bezwingen konnte. Wright blieb mit einem Average von 90 Punkten zwar weit unter seinen Möglichkeiten, doch der Sieg van Duijvenbodes verdeutlicht seine positive Entwicklung der letzten Monate, in denen er unter anderem das Finale des World Grand Prix erreichen konnte.

Die Nummer 1 der Welt, Michael van Gerwen, konnte in seinem Match ein deutliches Ausrufezeichen setzen. In 7 Minuten und 53 Sekunden fertigte er Adam Hunt mit 5:0 und einem Average von über 105 Punkten ab. Nach den Schwierigkeiten der letzten Monate scheint der dreifache Weltmeister also langsam aber sicher wieder in die Spur zu finden.
„Ich habe heute sehr viel Energie in dieses Match gesteckt. Es wäre zu früh zu sagen, dass ich wieder ganz der Alte bin, aber solche Matches tun natürlich gut“, sagte MVG im Interview mit Sky Sports.

Boyle Sports Grand Slam of Darts 2020, Montag 16. November, 16x 1. Runde
Nachmittagssession

Rob Cross 5:1 Justin Pipe (D)
Dave Chisnall 5:4 Luke Humphries (D)
James Wade 5:2 Damon Heta (F)
Simon Whitlock 5:3 Ryan Searle (B)
Jermaine Wattimena 5:1 Glen Durrant (F)
Nathan Aspinall 5:0 Wayne Warren (H)
Dimitri Van den Bergh 5:1 Ricky Evans (H)
Gary Anderson 5:3 Adam Gawlas (B)

Abendsession
Jonny Clayton 5:4 Ryan Joyce (G)
Gabriel Clemens 5:2 Joe Cullen (A)
José de Sousa 5:4 Krzysztof Ratajski (C)
Michael Smith 5:1 Lisa Ashton (C)
Michael van Gerwen 5:0 Adam Hunt (A)
Gerwyn Price 5:4 Mikuru Suzuki (G)
Peter Wright 4:5 Dirk van Duijvenbode (E)
Devon Petersen 5:2 Ian White (E)

Am Dienstag kommt es dann jeweils zum Aufeinandertreffen der beiden Sieger und der beiden Verlierer des ersten Spieltags (die Reihenfolge der Spiele kann sich noch verändern):

Nachtmittagssession, 8x 1. Runde
Ricky Evans – Wayne Warren (H)
Luke Humphries – Justin Pipe (D)
Ryan Searle – Adam Gawlas (B)
Glen Durrant – Damon Heta (F)
Gary Anderson – Simon Whitlock (B)
James Wade – Jermaine Wattimena (F)
Rob Cross – Dave Chisnall (D)
Nathan Aspinall – Dimitri Van den Bergh (H)

Abendsession, 8x 1. Runde
Jonny Clayton – Gerwyn Price (G)
Ryan Joyce – Mikuru Suzuki (G)
Gabriel Clemens – Michael van Gerwen (A)
Joe Cullen – Adam Hunt (A)
José de Sousa – Michael Smith (C)
Krzysztof Ratajski – Lisa Ashton (C)
Dirk van Duijvenbode – Devon Petersen (E)
Peter Wright – Ian White (E)

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