2026 wird Budapest erneut zum Schauplatz der European Tour, wenn die Hungarian Darts Trophy in die ungarische Hauptstadt zurückkehrt. Die Fans dürfen sich wieder auf hochklassige Duelle und eine stimmungsvolle Atmosphäre im MVM Dome freuen. Im vergangenen Jahr sorgte dabei der Deutsche Niko Springer für eine Überraschung und krönte sich in Budapest zum Turniersieger. Für den Meenzer Bub war es ein besonderer Triumph, denn Springer feierte damit seinen ersten Titel auf der European Tour.
Allgemeine Turnierinfos
Datum: 28. – 30. August 2026
Austragungsort: MVM Dome, Budapest (Ungarn)
Wettbewerb: European Tour (Event Nr. 11)
Teilnehmerfeld: 48 Spieler
Spielübersicht mit Session-Infos
Das Turnier wird im klassischen K.-o.-System ausgetragen. Die ersten vier Runden werden im Best of 11 Legs-Modus gespielt, Halbfinals im Best of 13 Legs und das Finale im Best of 15 Legs. Alle Legs werden im Double-Out-Modus gespielt. Tickets für die einzelnen Sessions sind HIER verfügbar.
Spielverlauf & Sessions
Freitag, 28. August 2026
Der Vorjahressieger startet souverän
Der Titelverteidiger Niko Springer betrat am Freitagnachmittag erstmals seit seinem Triumph im vergangenen Jahr wieder die Bühne in Budapest. Der Mainzer gewann auf dieser Bühne im Vorjahr seinen ersten Titel auf der European Tour.
In seinem Auftaktmatch präsentierte sich Springer souverän und abgeklärt gegen Maik Kuivenhoven. Nach dem 1:1-Ausgleich in Leg zwei ließ sich der 26-Jährige nicht aus der Ruhe bringen und schaltete anschließend noch einen Gang hoch. Springer gewann die folgenden fünf Legs in Serie und setzte sich am Ende deutlich mit 6:1 durch.
Eine Rückkehr nach Maß für den Titelverteidiger.
Historisches Debüt für Beau Greaves
Am Freitagabend schrieb Beau Greaves erneut Darts-Geschichte. Im fünften Spiel der Abendsession betrat die Engländerin die Bühne und ist damit die erste Frau, die ein Spiel auf der European Tour bestritt.
Greaves zeigte bei ihrem historischen Debüt direkt eine beeindruckende Leistung. Mit einem Average von 104,88 Punkten und einer Doppelquote von 55,56 Prozent lieferte sie sich mit Rob Cross ein hochklassiges Duell. Am Ende musste sie sich dem Weltmeister von 2018 denkbar knapp mit 5:6 geschlagen geben.
Trotz der Niederlage macht dieses Debüt Lust auf mehr. Greaves wird bereits bei den kommenden European-Tour-Events in Prag und Antwerpen die nächsten Chancen bekommen, ihren ersten Sieg einzufahren.
Lokalmatadoren drehen auf
Für ein weiteres Highlight aus ungarischer Sicht sorgten am Freitagabend die beiden Host-Nation-Qualifier Laszlo Kadar und Nandor Major. Beide schafften den Sprung in die zweite Runde und sorgten damit für einen historischen Moment auf der European Tour.
Kadar setzte sich in einem nervenaufreibenden Krimi gegen den mehrfachen Major-Champion, Daryl Gurney, mit 6:5 durch. Damit machte ‚The Teacher‘ sein Debüt auf der European Tour perfekt und ist erst der vierte Ungar, der einen Sieg auf der European Tour Bühne verzeichnet.
Auch sein Landsmann Nandor Major bewies im Decider gegen den Niederländer Niels Zonneveld Nervenstärke. Im entscheidenden Leg checkte Major 124 Punkte zum Matchgewinn aus und sicherte sich damit ebenfalls den Einzug in die zweite Runde.
Damit stehen erstmals in der Geschichte eines European-Tour-Events zwei ungarische Spieler gleichzeitig in der zweiten Runde.
Nachmittags-Session (ab 13:00 Uhr) – 1. Runde
Kevin Doets 4:6 Jonas Masalin
Andrew Gilding 6:0 Milan Biro
Ritchie Edhouse 6:1 Connor Scutt
Niko Springer 6:1 Maik Kuivenhoven
William O’Connor 6:2 Samuel Price
Martin Schindler 2:6 Keane Barry
Ryan Joyce 6:3 Cristo Reyes
Dave Chisnall 6:3 Andras Borbely
Abend-Session (ab 19:00 Uhr) – 1. Runde
Dirk van Duijvenbode 6:1 David Pisek
Daryl Gurney 5:6 Laszlo Kadar
Krzysztof Ratajski 6:5 Callan Rydz
Joe Cullen 6:3 Adam Leek
Rob Cross 6:5 Beau Greaves
Niels Zonneveld 5:6 Nandor Major
Cameron Menzies 1:6 Tom Sykes
Damon Heta 5:6 James Hurrell
Samstag, 29. August 2026
Titelverteidigung gescheitert
Für den amtierenden Champion Niko Springer ist das Turnier in Budapest beendet. Der Titelverteidiger scheitert in der zweiten Runde an Ryan Searle.
Dabei gestaltet sich die Partie trotz eines frühen Breaks des Engländers zunächst ausgeglichen. Springer bleibt dran und hält die Begegnung bis zum 3:3 offen. Dann gelingt es „Heavy Metal“, sich entscheidend abzusetzen. Springer kämpft sich zwar noch einmal heran, seine Aufholjagd kommt jedoch zu spät. Am Ende muss sich der Mainzer mit 4:6 geschlagen geben.
Comeback geglückt
Chris Dobey sorgt bei seinem Auftritt im MVM Dome für ein beeindruckendes Comeback. Der Engländer erwischt gegen Tour-Card-Holder-Qualifier Tom Sykes zunächst einen katastrophalen Start und liegt schnell mit 0:4 zurück.
Doch „Hollywood“ lässt sich davon nicht beeindrucken. Mit fünf Legs in Folge dreht Dobey die Partie komplett und steht kurz vor dem Sieg. Sykes beweist jedoch ebenfalls Nervenstärke und gleicht zum 5:5 aus. Im alles entscheidenden Leg behält Dobey schließlich die Nerven. „Hollywood“ setzt sich mit 6:5 durch und vollendet damit ein bemerkenswertes Comeback.
Anderson und van Veen dominieren
Gary Anderson und Gian van Veen haben am Samstag mit überzeugenden Leistungen auf sich aufmerksam gemacht.
Den Anfang machte Gary Anderson. Der Schotte setzte sich in der zweiten Runde mit 6:2 gegen den Polen Krzysztof Ratajski durch. Anderson kontrollierte die Partie über weite Strecken und ließ Ratajski nur wenige Möglichkeiten. Mit einem Average von 105,27 Punkten erzielte der „Flying Scotsman“ zudem den bislang höchsten Turnier-Average des diesjährigen Events.
Am Samstagabend zog Gian van Veen nach. Der Niederländer zeigte gegen Nandor Major ebenfalls eine starke Leistung. Über weite Strecken der Partie lag sein Average bei mehr als 100 Punkten, zudem überzeugte van Veen zwischenzeitlich mit einer Doppelquote von über 80 Prozent. Major konnte das hohe Niveau seines Gegners nicht über die gesamte Partie mitgehen. Van Veen setzte sich schließlich mit 6:0 durch. Dabei kam der Niederländer auf einen Average von 98,02 Punkten bei einer Doppelquote von 66,67 Prozent.
Nachmittags-Session (ab 13:00 Uhr) – 2. Runde
Ross Smith 6:2 William O’Connor
Wessel Nijman 2:6 Dave Chisnall
Jermaine Wattimena 6:4 Andrew Gilding
Danny Noppert 6:4 Ritchie Edhouse
Ryan Searle 6:4 Niko Springer
Luke Woodhouse 5:6 Rob Cross
Gary Anderson 6:2 Krzysztof Ratajski
Chris Dobey 6:5 Tom Sykes
Abend-Session (ab 19:00 Uhr) – 2. Runde
Stephen Bunting 6:1 Jonas Masalin
Jonny Clayton 6:3 Laszlo Kadar
Madars Razma 2:6 Keane Barry
Luke Humphries 3:6 Dirk van Duijvenbode
Michael van Gerwen 6:4 James Hurrell
Gian van Veen 6:0 Nandor Major
Nathan Aspinall 6:4 Ryan Joyce
Josh Rock 6:0 Joe Cullen
Sonntag, 30. August 2026
Nachmittags-Session (ab 13:00 Uhr) – Achtelfinale
Dirk van Duijvenbode 6:4 Rob Cross
Danny Noppert 6:4 Ryan Searle
Jonny Clayton 4:6 Ross Smith
Keane Barry 2:6 Dave Chisnall
Gian van Veen 6:3 Jermaine Wattimena
Stephen Bunting 5:6 Gary Anderson
Michael van Gerwen 4:6 Nathan Aspinall
Josh Rock 3:6 Chris Dobey
Abend-Session (ab 19:00 Uhr) – Viertelfinale, Halbfinale & Finale
Dirk van Duijvenbode 5:6 Danny Noppert
Ross Smith 6:2 Dave Chisnall
Gian van Veen 5:6 Gary Anderson
Nathan Aspinall 6:5 Chris Dobey
Danny Noppert 3:7 Ross Smith
Gary Anderson 7:6 Nathan Aspinall
Ross Smith 8:2 Gary Anderson
Die gesetzten Top-Spieler der PDC Order of Merit steigen erst ab der zweiten Runde in das Turnier ein, während sich die übrigen Spieler vorher in der ersten Runde messen.
Preisgeld
Im Jahr 2026 wurde das Preisgeld für die European Tour Events signifikant erhöht. Insgesamt werden £230.000 ausgeschüttet, die wie folgt verteilt werden:
- Sieger: £ 35.000
- Finalist: £ 15.000
- Halbfinale: £ 10.000
- Viertelfinale: £ 8.000
- Achtelfinale: £ 5.000
- 2. Runde: £ 3.500
- 1. Runde: £ 2.000
Das Preisgeld zählt für die PDC Order of Merit, die ProTour Order of Merit sowie die European Tour Order of Merit (Qualifikation für die European Championship).
Qualifikation
Das Teilnehmerfeld setzt sich aus verschiedenen Qualifikationswegen zusammen, um eine Mischung aus Weltstars und regionalen Talenten zu garantieren:
Top 16 der PDC Order of Merit: Luke Humphries, Gian van Veen, Michael van Gerwen, Jonny Clayton, James Wade (ersetzt durch Madars Razma), Josh Rock, Stephen Bunting, Danny Noppert, Ryan Searle, Gary Anderson, Chris Dobey, Wessel Nijman, Ross Smith, Nathan Aspinall, Jermaine Wattimena, Luke Woodhouse
Top 16 der ProTour Order of Merit: Kevin Doets, Andrew Gilding, Rob Cross, Krzysztof Ratajski, Niko Springer, William O’Connor, Niels Zonneveld, Martin Schindler, Dirk van Duijvenbode, Ryan Joyce, Damon Heta, Joe Cullen, Daryl Gurney, Cameron Menzies, Dave Chisnall, Callan Rydz
Tour Card Holder Qualifier: Beau Greaves, Cristo Reyes, James Hurrell, Maik Kuivenhoven, Keane Barry, Tom Sykes, Adam Leek, Connor Scutt, Ritchie Edhouse, Samuel Price
Host Nation Qualifier: Nandor Major, Laszlo Kadar, Andras Borbely, Milan Biro
Nordic & Baltic Qualifier: Jonas Masalin
East Europe Qualifier: David Pisek
TV-Übertragung
Fans können das gesamte Turnier live verfolgen. Die Hungarian Darts Trophy wird über folgende Kanäle ausgestrahlt:
PDC TV:
Internationaler Livestream für Abonnenten (Originalkommentar).
SOCIAL MEDIA:
Aktuelle Spielstände und Highlights finden Sie auf den Kanälen der PDC Europe.
DAZN:
Überträgt alle Sessions live in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Deutsch.
Vergangene Sieger
- 2025: Niko Springer 8:7 Danny Noppert
- 2024: Michael van Gerwen 8:7 Gian van Veen
- 2023: Dave Chisnall 8:7 Luke Humphries
- 2022: Joe Cullen 8:2 William O’Connor
- 2021: Gerwyn Price 8:2 Michael Smith